Auf den Bahnhofsbereich muss sich das Augenmerk der Politik und der Verwaltung richten!Am Bahnhofsvorplatz wollen die Bonner – und nicht nur die Bonner – Ergebnisse sehen!Daran werden zur Kommunalwahl 2009 die Parteien gemessen!
Die Entwicklung des Bahnhofs bietet aktuell mit einem potentiellen Investor für die Südüberbauung und einem städtebaulichen Wettbewerb für den gesamten Bereich (Informationen zur
Wettbewerbsausschreibung) neue Chancen, die durch die Planungen am Stadtwerkegelände konterkariert werden. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich ein Investor trotz unterschriebener Verträge zurückzieht, weil konkurrierende Planungen vorangetrieben werden.
Diese konkurrierenden Planungen sehen vor, die City in der Ratssitzung am 18. Juni planungsrechtlich bis zur Beethovenhalle zu erweitern, um die Grundlagen für die Genehmigung eines Einkaufszentrums von der Josephstraße entlang der Sandkaule bis zur Theaterstraße (weitere Informationen
hier) an der Beethovenhalle zu schaffen.
Damit entsteht ein Einzelhandelsstandort
- außerhalb des gewachsenen Zentrums,
- ohne funktionierende Wegebeziehung zum Zentrum,
- mit vielen Parkplätzen,
- der mit der City konkurriert und
- ihr Umsatz entzieht,
- ohne dass die Attraktivität der Innenstadt erhöht wird.
city-marketing bonn e.V. spricht sich eindeutig für eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt durch neue Einzelhandelsflächen aus. Eine Attraktivitätssteigerung ergibt sich aber nur, wenn
- die Flächen in die bestehenden Lagen integriert sind und
- sie städtebauliche Defizite beseitigen.
Dies ist am Bahnhofsvorplatz, nicht aber am Stadtwerkegelände der Fall. Im Gegenteil: Das geplante Einkaufszentrum am Stadtwerkegelände gefährdet die Funktionsfähigkeit und die Qualität der City, weil mit den Umsatzeinbußen das beschleunigte Verschwinden des Facheinzelhandels, steigender Leerstand und mehr Billigsortimente einhergehen.
Deshalb fordern wir:1. Erst die Flächen in der City (Bahnhofsvorplatz, Friedensplatz) zu entwickeln, bevor andere Standorte diskutiert werden.
2. Die Ablehnung des Einkaufszentrums „Stadtwerke Bonn", weil es nicht in den funktionierenden Einkaufsstandort „Bonn-City" integriert ist.
3. Die Beibehaltung der bisherigen räumlichen Definition der Bonner City.
4. Klare und verbindliche Leitlinien der Innenstadtentwicklung aufzustellen (Masterplan), um langfristige Planungssicherheit zu schaffen und die Diskussion von Einzellösungen zu beenden.